Vergangene Veranstaltungen

Unsere Generalversammlung findet am 28. Januar 2017 um 14.30 Uhr statt, im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock

26. November 2016: Referat von Kurt Messmer, Emmenbrücke

messmerAm Ende des 14. Jahrhunderts war die politische Situation im schweizerischen Raum explosiv. Die Habsburger wollten in den vorderen Landen ihren Streubesitz zu einem schwäbischen Herzogtum zusammenfassen. Gleichzeitig dehnten die eidgenössischen Städte Bern, Luzern, Basel, Solothurn ihre Herrschaft aus. Der Konflikt war programmiert, seine Dimension epochal. Die Schlacht bei Sempach wurde 1386 nicht allein zum Durchbruch des Luzerner Stadtstaats, sondern symbolisiert darüber hinaus einen tief greifenden Wandel. Die Zeit der Ritter war vorbei. Die Zukunft gehörte den Städten. - Die Erarbeitung von Quellen zum Verlauf der Schlacht und namentlich zu Winkelried wird zu einem erhellenden Einblick in die Geschichtsfabrik. Die „Entstehung“ der Eidgenossenschaft in der Zeit der Burgunderkriege erforderte ein glorreiches historisches Fundament. In den 1470er Jahren erscheinen in den Quellen erstmals Wilhelm Tell und „ein getrüwer man“. Der Mythos Winkelried gehört zu den eindrücklichsten Beispielen der Erinnerungskultur, die unser Land kennt. Seine Wirkung hält bis heute an.

Zum Bild: Entscheidung bei Sempach 1386 aus habsburgischer Sicht. Leopold III. wird durch einen Hellebardenhieb eines Eidgenossen getötet. Für die österreichischen Geschichtsschreiber steht von Beginn weg fest: Der Held von Sempach ist der habsburgische Herzog. Keine Spur von Winkelried. Darstellung aus der Chronik von Clemens Specker, entstanden im Kloster Königsfelden um 1480, rund hundert Jahre nach der Schlacht.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Der Kurs findet nicht statt!

Sie wollen schreiben, über sich, über Ihre Ahnen, über Personen.

Sie haben schon begonnen oder träumen noch davon.

Wir begleiten Sie bei Ihrem Schreiben mit Inputs und Ermunterung.

Sie bringen die Offenheit mit, sich im Austausch mit andern auf den Kurs und das Schreiben einzulassen.

22. Oktober 2016: Impulsnachmittag mit Angela Zimmermann, Schwyz

zimmermannGelebtes Leben besteht nicht nur aus Namen und Daten. Es stecken viele interessante Geschichten dahinter. Fangen wir doch beim eigenen Leben an. Denn jedes Leben ist erzählenswert. Angela Zimmermann, Schwyz zeigt uns auf, wie unterschiedlich man autobiografisches Schreiben anpacken kann und mit welchen Tricks die Lust am Schreiben erhalten bleibt. Zwei Stunden, in denen wir gedanklich in der eigenen Lebensgeschichte nach erzählenswerten Schätzen kramen und uns von den anderen Teilnehmenden inspirieren lassen.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Ausflug 20164. Juni 2016

Niklaus Thut, der Stolz der Zofinger, stand bei Sempach auf der falschen Seite: so sehen es Luzerner, deren Hoheitsgebiet unmittelbar an Zofingen heranreicht. Die Stadt gehörte zu Frohburg, Habsburg, Bern und schliesslich Aargau. Später war Zofingen ein Hort des Liberalismus und Gründungstadt der Studentenverbindung Zofingia. Hier starb 1578 Hans Ringier, hugenottischer Flüchtling aus Nimes. Mit Ringier verbinden wir eine nachhaltige Veränderung der Zeitungslandschaft im 20. Jahrhundert. Geschichtsträchtig und lebendig, so präsentiert sich der charmante Ort heute. Im Übrigen haben hier schon die alten Römer Spuren hinterlassen, Mosaikböden, die man auch besichtigen könnte...

Die Details zu den Abfahrtszeiten, dem Programm und dem Mittagessen entnehmen Sie bitte dem gedruckten Programm, oder dem elektronischen Programm und der Anmeldung

 

23. April 2016: Referat von Friedrich Schmid, Einsiedeln

Luzernerstrasse 1Das Elternhaus meiner Frau wurde 1840/41 gebaut und 2004 verkauft. In diesen 164 Jahren wurde es von einer geschlossenen Ahnenreihe bewohnt. Zuerst lebten dort Winkler von Richensee, dann Schildknecht von Häggenschwil SG. Es folgten Hegglin von Menzingen ZG und zuletzt Furrer von Reiden. Frauen waren es, die für Kontinuität im Haus sorgten und dafür, dass das Bewusstsein für die Herkunft erhalten blieb. „Belohnt“ wurden sie dafür mit ständig neuen, ortsfremden Heimatberechtigungen. Besonders prägend war die verwandtschaftliche Beziehung im Kanton Zug, zu den Hegglin vom Bad Schönbrunn und zur Zigarrenfabrik an der Aegeristrasse in Zug. Erstaunlich viel hat sich auch von den Schildknecht erhalten. Dagegen ist die Verwandtschaft meines Schwiegervaters  relativ schlecht dokumentiert.

Luzernerstrasse 2Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

12. März 2016: Referat von Werner Wandeler, Ruswil

wandelerDer alte Amtshauptort Ruswil war im 17. und 18. Jahrhundert ein Zentrum der ländlichen Schaubühne. Die  Theateraufführungen konnten bis zu zehn Stunden dauern  und  gegen 100 Rollenträger auf die Bühne bringen. Dank erhaltener Handschriften mit Dramentexten, Aktorenverzeichnissen und Aufführungsangaben können wir uns ein gutes Bild machen, wie unsere Vorfahren vor fast 400 Jahren auf dem Lande Theater spielten.  Wir kennen die Namen der Theaterleute und können herauslesen, wem man die Hauptrollen zutraute. Auf der Bühne standen Handwerker und Bauern aus Ruswil und Umgebung neben dem amtierenden Ammann, dem Amtsweibel und dem Amtsschreiber. Und selbst der Landvogt findet sich auf der Aktorenliste - selbstverständlich mit der ihm gebührenden Rolle. Die Aktorenverzeichnisse sind auch für die Familienforschung interessant, lernen wir doch hier unsere Vorfahren von einer etwas anderen Seite kennen.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

27. Februar 2016: Referat von Ernst Rosser, Zug

rosserWas wir heute als Familie bezeichnen, ist das Ergebnis einer langen Entwicklung: Aus römischen und germanisch / alemannischen Wurzeln entstand, zuerst nur in den Führungsschichten, allmählich die Familie mit den starken Bindungen, wie wir sie heute kennen.Die Entwicklung der Familiennamen dokumentiert diesen Weg: Was ursprünglich nur dem König und den Fürsten zustand, ein Familien- oder Geschlechtsname, stand nach der ersten Jahrtausendwende immer mehr auch den Grafen und den lokalen Potentaten zur Verfügung. Ab dem 14. und 15. Jahrhundert gaben sich auch die Handwerker und Händler in den Städten Familiennamen.

In der ersten Stadtrechnung von Zug (ab 1427) lässt sich unter anderem auch diese Entwicklung der Namen ablesen.

Die im Reerat erwähnten Daten finden SIe hier: http://www.histodata.ch/Weihnachtsrechnung

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr