Vergangene Veranstaltungen

Referat von Bernhard L. Raeber, Luzern

raeber892 Briefe zwischen Boston/New York und Luzern, zwischen Bernhard J. Raeber (1897-1966) in New York und seinen Eltern und Verwandten im „Musegghof“ in Luzern: Sie wurden auf beiden Seiten aufbewahrt und sind in mancher Hinsicht ein allgemeines Zeitdokument. Sie zeigen aber vor allem, wie die Vertreter der dritten Generation Räber & Cie (1897-1937) der seit 1825 bestehenden Firma mit Buchdruckerei, Buchhandlung und Verlag denken und handeln bzw. wie ein für die Nachfolge vorgesehener Sohn der vierten Generation, der sich in New York eine gute Existenz aufgebaut hat, darauf reagiert. Im Zusammenhang mit der Familienforschung ging es dem Referenten darum, herauszufinden, warum sein Vater mit Frau und drei Kindern 1936 nach Luzern zurückkehrt. 

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

kettererReferat von Erich Ketterer, Goldau

Leben, Besitz, Akten, Gebäude und Höfe in Goldau: Das alles wurde vom Bergsturz 1806 vollkommen zerstört. Die Siedlung Goldau, damals Bergfiliale der Gemeinde Arth, wurde in den folgenden Jahrzehnten nur am Schuttrand höchst zögerlich wieder aufgebaut. Eine eigentliche Wachstumsexplosion erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts, als Goldau zum Eisenbahnknotenpunkt wurde, wie wir ihn heute kennen. Die Entwicklung des Dorfes Goldau erinnert an eine Goldgräberstadt in Amerika und stellt für unsere Breiten eine aussergewöhnliche und beinahe einmalige Situation dar.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Unser Ausflug findet am Samstag, 8. Juni 2013 statt. Er führt uns diesmal in den Kanton Glarus, konkret nach Näfels. Wir reisen mit dem Zug. Für die Billette ist jeder selber verantwortlich. Bereitzuhalten ist ein gültiger Ausweis  „Näfels-Mollis retour“. Wer sich etwas unsicher fühlt, bitte sich jemandem anschliessen. Einzig in Thalwil muss man beim Umsteigen die Unter- oder Überführung benutzen. Wer mit dem Zug etwas Mühe hat, möge sich bitte melden. Bestimmt können wir eine Mitfahrgelegenheit vermitteln. naefels

Näfels als Ort ist stark in der Geschichte verwurzelt. Die Schlacht in Näfels 1388 dürfte dem Namen nach allen bekannt sein. Die Reformation war insofern bedeutsam, als sich innerhalb des paritätischen Standes Glarus das katholische Näfels von der Mutterpfarrei  Mollis trennte.  Diese war zum neuen Bekenntnis übergetreten. Das berühmteste Bauwerk aus der Barockzeit ist der 1648 fertig gestellte Freulerpalast. Aus der 1779-1781 erbauten Pfarrkirche reicht  das ewige Licht in einer denkwürdigen Posse bis in die unmittelbare Gegenwart hinein.  Ebenfalls von fast ewiger Dauer ist das Schweizerkreuz: General Niklaus Franz von Bachmann (von und in Näfels) ordnete 1815 an,  die kantonalen Truppen hätten als Zeichen der Zugehörigkeit zum eidgenössischen Heer eine Armbinde mit dem weissen Kreuz im roten Feld zu tragen. In anderer Weise heutig ist die Firma Orgelbau Mathis. Möglicherweise exportiert sie die vornehmste Kultur in alle Welt. 

Die Details zu den Abfahrtszeiten, dem Programm und dem Mittagessen entnehmen Sie bitte dem gedruckten Programm, oder dem elektronischen Programm und der Anmeldung.

HauserReferent: Fridolin Hauser, Näfels

Menschen pflegen sich, ihre Mitmenschen und ihre Umwelt zu benennen. In geschlossenen Gruppen kreieren sie ihre eigene Sprache. Besonders bei der Namengebung sind sie kreativ. Pfadfinder geben sich Pfadinamen, Studenten Vulgos,  Schüler erfinden für ihre Lehrer „Übernamen“. Als die  Dörfer, in denen man sich kannte, noch geschlossen-überschaubar waren, entstanden Bei-, Zu-, Spott- oder Übernamen, die man nur in Abwesenheit des Gemeinten verwendet.

Fridolin Hauser (Fridli Osterhazy), ehemaliger Gemeindepräsident, sammelte in seiner Heimatgemeinde Näfels während vier Jahrzehnten über 1200 Übernamen und untersuchte sie systematisch nach Herkunft, Bedeutung und Funktion. Er wird daraus Beispiele präsentieren. Im Anschluss ist die Zuhörerschaft eingeladen, Eigenerfahrungen in die Diskussion einzubringen.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

 

Referat von Wolf Seelentag, St. Gallen

geneal-forumDas Referat hat zwei Schwerpunkte: Zum einen ist die Rede von Kommunikation oder Datenaustausch. Es geht um Mailinglisten oder Foren (siehe auch Geneal-Forum). Ein zweites Thema ist die Recherche im Internet: Wie geht man um mit Originalquellen und Datensammlungen, die online als Datenbanken verfügbar sind? Dabei möchte der Referent viel Zeit für konkrete Fragen verwenden - Fragen aus dem Teilnehmerkreis, die idealerweise schon im Voraus gestellt werden.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Die Präsentation mit allen Links finden Sie hier online 

 

Referent: Bernhard Wirz, Horw

Die Karwoche und Ostern waren für unsere Vorfahren viel bede05-04 th Heiliggrab2utsamer als für uns heute. In vielen Kirchen wurden sogenannte Heilige Gräber aufgestellt. Es waren zum Teil grosse Kulissen-Konstruktionen, die den ganzen Kirchenchor einnahmen. Sie zeigten eine Darstellung des Grabes Christi, meist als orientalische Grablandschaft. Das Volk nahm an diesem Heilig-Grab-Kult teil. Der Besuch möglichst vieler Heiliger Gräber in verschiedenen Kirchen war Ehrensache und mit einem Ablass verbunden. 

In den Jahren um 1940 sind die letzten Heilig Gräber aus unsern Kirchen verschwunden und in Vergessenheit geraten, nach und nach wurden diese "entsorgt". Der Referent hat auf Grund eines wiederentdeckten Heiligen Grabes in der Pfarrkirche Schötz diese Geschichte aufgearbeitet und in der Heimatkunde des Wiggertales publiziert. 

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

 

Unsere Generalversammlung findet am 26. Januar 2013 um 14.30 Uhr statt, im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock (Vortragslokal). Anschliessend an die GV sind alle zum Apéro eingeladen. Wir wünschen allen Mitgliedern interessante und bereichernde Begegnungen.

Der Vorstand

 

Referent: Friedrich Schmid, Einsiedeln

Der Hirsmontag ist ein alter Fasnachtstag, der im Entlebuch auf spezielle Art gefeiert wurde: Berittene Boten lasen den Leuten in der Nachbargemeinde die Leviten. Lesen ist wörtlich gemeint: Die Spottverse wurden vorher aufgeschrieben. Nur fünf solche Briefe sind einigermassen vollständig erhalten, von fünf weiteren existieren Fragmente. Diese Briefe sind soeben im Druck erschienen.

Das Referat hat drei Schwerpunkte: Geschichte und schöne Legenden rund um den Brauch, Inhalte, Sprache und Klang dieser Briefe und - für uns besonders wichtig - Gestalten hinter den Peinlichkeiten.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.
Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr