Vergangene Veranstaltungen

... oder: Über die Notwendigkeit, Quellen kritisch zu vergleichen

22. April 2017, 13.30 Uhr: Referat von Bruno J. Nussbaumer, Thailand

nussbaumerDas Bürgerbuch von Oberägeri, Bd. 1., von ca. 1860 ist ein Auszug des etwas älteren Familienbuchs der Pfarrei. Gleiche Familien sind aber völlig unterschiedlichen Abstammungslinien zugeordnet. An konkreten Beispielen möchte der Referent zeigen, wie wichtig es ist, unterschiedliche Quellen kritisch zu sichten.

Der Referent bietet Gelegenheit, einem unermüdlichen Forscher ein wenig über die Schulter zu gucken. Früchte seines genealogischen Handwerks finden sich auch auf www.nussbaumer-familien.com

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im neuen Vortragslokal in der Universität Luzern, Beginn um 13.30 Uhr

25. März 2017, 13.30 Uhr: Referat von Manuel Menrath, Luzern

mission sitting bullDass heute ein Grossteil der Sioux-Indianer in den USA katholisch ist, geht auf Missionare aus der Zentralschweiz zurück. Der Vortrag zeigt auf, weshalb diese Kirchenleute ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika auswanderten. Zudem geht er der Frage nach, warum sie sich dort im sogenannten „Wilden Westen“ der Indianermission annahmen. Im Zentrum der Ausführungen stehen zwei Weltbilder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der konservative Katholizismus der Missionare und die spirituelle Weltanschauung der Indianer. Beide waren derart verschieden, dass ein gegenseitiges Verständnis praktisch nicht möglich war. Konkret verdeutlicht wird dies an der Beziehung und den zahlreichen Begegnungen zwischen dem in Schwyz geborenen Benediktiner Martin Marty (1834-1896) und dem berühmten Sioux-Medizinmann Sitting Bull (1831-1890). Unermüdlich setzte Marty alles daran, Sitting Bull zum katholischen Glauben zu bekehren. Wie er dabei vorging und ob er schliesslich erfolgreich war, wird im Referat geklärt.

Der Referent hat Geschichte, Philosophie und Religionswissenschaften studiert und arbeitet als Oberassistent an der Universität Luzern. 

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im neuen Vortragslokal in der Universität Luzern, Beginn um 13.30 Uhr

18. Februar 2017, 13.30 Uhr: Referat von Werner Wandeler, Ruswil

ruswil erklaerungKonstantin Siegwart-Müller, Luzerner Schultheiss und Haupt des Sonderbundes, nannte sie «ehrenfeste, wohlhabliche und einflussreiche Bauern», Dr. Jakob Robert Steiger, Freischarenführer und späterer Nationalratspräsident, bezeichnete sie als «guthmütige Tröpfe». Gemeint sind die rund 300 katholisch-konservativen Aktivisten aus dem ganzen Kanton Luzern, die am 5. November 1840 die Ruswiler Erklärung propagierten. Das politische Manifest führte nicht nur zur Gründung des Ruswiler Vereins, Vorgängerorganisation der katholisch-konservativen Partei, sondern hatte weit reichende Folgen für die ganze Schweiz. Die Unterzeichner der Erklärung können grösstenteils identifiziert werden. Damit können auch Luzerner Familienforscherinnen und -forscher nachprüfen, ob ihre Vorfahren rot (konservativ) oder schwarz (liberal) waren. 

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im neuen Vortragslokal in der Universität Luzern, Beginn um 13.30 Uhr

Unsere Generalversammlung findet am 28. Januar 2017 um 14.30 Uhr statt, im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock

26. November 2016: Referat von Kurt Messmer, Emmenbrücke

messmerAm Ende des 14. Jahrhunderts war die politische Situation im schweizerischen Raum explosiv. Die Habsburger wollten in den vorderen Landen ihren Streubesitz zu einem schwäbischen Herzogtum zusammenfassen. Gleichzeitig dehnten die eidgenössischen Städte Bern, Luzern, Basel, Solothurn ihre Herrschaft aus. Der Konflikt war programmiert, seine Dimension epochal. Die Schlacht bei Sempach wurde 1386 nicht allein zum Durchbruch des Luzerner Stadtstaats, sondern symbolisiert darüber hinaus einen tief greifenden Wandel. Die Zeit der Ritter war vorbei. Die Zukunft gehörte den Städten. - Die Erarbeitung von Quellen zum Verlauf der Schlacht und namentlich zu Winkelried wird zu einem erhellenden Einblick in die Geschichtsfabrik. Die „Entstehung“ der Eidgenossenschaft in der Zeit der Burgunderkriege erforderte ein glorreiches historisches Fundament. In den 1470er Jahren erscheinen in den Quellen erstmals Wilhelm Tell und „ein getrüwer man“. Der Mythos Winkelried gehört zu den eindrücklichsten Beispielen der Erinnerungskultur, die unser Land kennt. Seine Wirkung hält bis heute an.

Zum Bild: Entscheidung bei Sempach 1386 aus habsburgischer Sicht. Leopold III. wird durch einen Hellebardenhieb eines Eidgenossen getötet. Für die österreichischen Geschichtsschreiber steht von Beginn weg fest: Der Held von Sempach ist der habsburgische Herzog. Keine Spur von Winkelried. Darstellung aus der Chronik von Clemens Specker, entstanden im Kloster Königsfelden um 1480, rund hundert Jahre nach der Schlacht.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Der Kurs findet nicht statt!

Sie wollen schreiben, über sich, über Ihre Ahnen, über Personen.

Sie haben schon begonnen oder träumen noch davon.

Wir begleiten Sie bei Ihrem Schreiben mit Inputs und Ermunterung.

Sie bringen die Offenheit mit, sich im Austausch mit andern auf den Kurs und das Schreiben einzulassen.

22. Oktober 2016: Impulsnachmittag mit Angela Zimmermann, Schwyz

zimmermannGelebtes Leben besteht nicht nur aus Namen und Daten. Es stecken viele interessante Geschichten dahinter. Fangen wir doch beim eigenen Leben an. Denn jedes Leben ist erzählenswert. Angela Zimmermann, Schwyz zeigt uns auf, wie unterschiedlich man autobiografisches Schreiben anpacken kann und mit welchen Tricks die Lust am Schreiben erhalten bleibt. Zwei Stunden, in denen wir gedanklich in der eigenen Lebensgeschichte nach erzählenswerten Schätzen kramen und uns von den anderen Teilnehmenden inspirieren lassen.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Ausflug 20164. Juni 2016

Niklaus Thut, der Stolz der Zofinger, stand bei Sempach auf der falschen Seite: so sehen es Luzerner, deren Hoheitsgebiet unmittelbar an Zofingen heranreicht. Die Stadt gehörte zu Frohburg, Habsburg, Bern und schliesslich Aargau. Später war Zofingen ein Hort des Liberalismus und Gründungstadt der Studentenverbindung Zofingia. Hier starb 1578 Hans Ringier, hugenottischer Flüchtling aus Nimes. Mit Ringier verbinden wir eine nachhaltige Veränderung der Zeitungslandschaft im 20. Jahrhundert. Geschichtsträchtig und lebendig, so präsentiert sich der charmante Ort heute. Im Übrigen haben hier schon die alten Römer Spuren hinterlassen, Mosaikböden, die man auch besichtigen könnte...

Die Details zu den Abfahrtszeiten, dem Programm und dem Mittagessen entnehmen Sie bitte dem gedruckten Programm, oder dem elektronischen Programm und der Anmeldung